Biblische Geschichte hautnah erlebt

Manchmal ist es für die Lehrkräfte gar nicht so leicht, den Kindern in den Unterrichten die biblische Geschichte anschaulich und verständlich nahezubringen. Deshalb fand der Kindertag für die Sonntags- und Vorsonntagsschüler dieses Jahr im Bibelgarten statt.

Idyllisch mitten im Erzgebirge gelegen, liebevoll angelegt und mit vielen Details, ist der christliche Erlebnisgarten Brünlos ein Ort, um die biblische Geschichte mit allen Sinnen zu erleben. Besonders für die Kinder im Sonntagsschulalter ist diese Anlage geeignet, Geschichten der Bibel nachzuerleben, aber auch Spiel, Spaß und Bewegung an der frischen Luft zu haben. Mike Dietel, der Kinderbeauftragte aus Aue, hatte alle Sonntags- und Vorsonntagsschüler mit ihren Freunden an diesem Samstag eingeladen.

Aufgeteilt in zwei Gruppen, wurden die Kinder durch den Bibelgarten geführt. Eine Brücke führte über den Jordan – der allerdings ausgetrocknet schien – und schon waren die Kinder mittendrin. An jeder Station gab es etwas zu erleben. Die beiden Führer des Erlebnisgartens verstanden es hervorragend, biblische Geschichte spannend und kindgerecht darzustellen. Da konnten die Sonntagsschüler ihr Wissen unter Beweis stellen, aber auch neue Gedanken und Verständnis für bestimmte Zusammenhänge mitnehmen. Alles begann im Paradies, wo Adam und Eva den Tieren und Pflanzen Namen geben sollten. Hier mussten die Kinder durch Riechen und Schmecken herausfinden, welche Pflanzen da wachsen. Das war gar nicht so einfach. Weiter ging es durch die Wüste. Auch wenn die Wüste in Brünlos nicht sehr groß ist, aber 40 Jahre darin wandern? Dann lieber doch zum See Genezareth und den reichen Fischzug der Jünger bewundern.

Eine riesige Gestalt steht mitten im Erlebnisgarten, ganz klar, dass das der Riese Goliath sein muss. Aber wer traute sich, gegen ihn zu kämpfen? Wo er doch die Israeliten verhöhnt und verspottet. Schnell die Rüstung anlegen, den Helm aufsetzen und das Schwert zur Hand, aber... das war doch alles viel zu schwer. Da war die Steinschleuder schon besser, auch wenn der Gummiball (aus Sicherheitsgründen) nicht so leicht das Ziel erreichte. Sehr interessant fanden die Kinder auch das nachgebaute Haus aus alter Zeit. Hier gab es auch sehr viel zu erzählen. Daneben ein Pferch für die Tiere. "Hirte" Mike prüfte bei jedem "Schäfchen", ob es auch nicht an den "Pfötchen" verletzt war. Nachdem er noch tapfer einen wilden Löwen in die Flucht geschlagen hatte, setzte er sich als "guter Hirte" in die einzige Öffnung als Tür – als Sinnbild für Jesus: "Ich bin der gute Hirte – ich bin die Tür!"

Noch vieles gab es zu bestaunen und auszuprobieren. Leider hatte ab Mittag das Wetter mit dicken Regentropfen fast alle ins Mehrzweckgebäude geschickt. So führte der Jordan im Erlebnisgarten zwar später wieder etwas Wasser, jedoch fielen dafür die vorbereiteten Spiele im Freien aus und auch die riesige Hüpfburg konnte nicht benutzt werden. Aber im Inneren des Hauses gab es ebenfalls Aktivitäten: Malen, Basteln und kleine Kunstwerke, die auf die Arme und Beine gemalt wurden. Natürlich war auch für das Mittagessen gesorgt, Roster vom Grill, Hotdogs mit Belag nach Wunsch und etliche süße Leckereien. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Den Kindern hatte dieses Fest im Bibelgarten viel Freude gemacht. Allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen hatten, sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.

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