Nur ein Groschen!?

Für den 23. September 2012 hatte Apostel Bimberg die Kinder der Bezirke Chemnitz, Zwickau und Aue in die Kirche nach Chemnitz eingeladen. Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern aus Sonntagsschule, Religions- und Konfirmandenunterricht sollten sie diesen Sonntag erleben.

Zuerst war Gottesdienst. Der Apostel stellte ein Gleichnis des Herrn Jesu in den Mittelpunkt:

„Welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte.“ (Lukas 15, 8.9)

„Natürlich sei so ein Silbergroschen nicht mit unserem heutigen Geld zu vergleichen, so der Apostel. Der Silbergroschen war dieser Frau so wertvoll, dass sie Licht machte, das Haus reinigte und fleißig suchte. Den Erfolg behielt sie aber nicht für sich, sondern teilte ihn voller Freude mit – auch wenn es vielleicht gar nicht jeden interessierte.

Apostel Bimberg und die mitdienenden Amtsbrüder versuchten auf kindgerechte Art und Weise den Kerngedanken, den Jesus in diesem Gleichnis den Menschen mit auf den Weg geben wollte, nahezubringen. Sie erklärten, dass es in unserem Leben wichtig ist, nach dem Worte und dem Willen Gottes zu suchen. Dies sollte nicht nur oberflächlich geschehen, sondern wir sollen „richtig suchen“. Nur wer richtig sucht, wird auch, wie es in dem Gleichnis der Fall war, richtig finden. Nur wer die Nähe zu Gott sucht, wird diese auch finden. Wer diese Nähe gefunden hat, der soll diese Freude nicht nur für sich behalten, sondern diese mit seinem Nächsten teilen.

Den meisten Kindern war das Thema des Gottesdienstes schon einige Zeit vorher bekannt. So konnten sie sich darauf einstimmen und vorbereiten. Eine große Anzahl von selbstgestalteten Bildern war überall in der Kirche aufgehängt. Daran ließ sich gut ablesen, welche Gedanken sich die Kinder bei der Anfertigung der kleinen Kunstwerke gemacht hatten. Auch in den Liedern kam das zum Ausdruck, mit denen die Kinder mit Instrumenten und Gesang den Gottesdienst gestalteten.

Zu Mittag gab es einen liebevoll vorbereiteten Imbiss. Da die Sonne einen wunderschönen Herbsttag gezaubert hatte, lud das große Kirchengrundstück zum Spielen und Unterhalten ein. Frisch gestärkt ging es danach wieder in die Kirche zurück. Hier war mittlerweile eine kleine Bühne vorbereitet, denn die Chemnitzer und Zschopauer Kinder wollten einige Ausschnitte aus ihrem Musical „David - ein echt cooler Held“ aufführen. Schließlich proben sie schon seit August 2011 zusammen. Zuvor gab es aber noch Musikgymnastik. Da mussten alle mitmachen. Die Kinder hatten ihren Spaß und mancher Große etwas Mühe...

Im Musical ging es um die Erwählung und Salbung Davids zum König. Auch seinen Kampf gegen Goliath, den Riesen, stellten die Kinder dar. Mit Liedern, Rezitationen und phantasievollen Kostümen setzten die Kinder das biblische Thema auf eine moderne Art um. Nicht nur das Publikum war begeistert, auch die Darsteller hatten sichtlich viel Freude an ihrer Aufführung.

Text: R.L. A.L. Bilder: R.U.