Patenschaft für 150 kleine Bäumchen

Bei einem Waldeinsatz pflanzten die Jugendlichen rund 150 kleine Bergahorn-Setzlinge. Spontan entstand dabei der Wunsch, die Fläche mit den Bäumchen auch weiterhin zu pflegen.

Mehr als zwanzig willige Helfer aus dem Bezirk Aue waren dem Aufruf des Bezirksjugendbeauftragten Alexander Friedrich gefolgt. Dieser hatte zum Bäume pflanzen in den Wald eingeladen. So machten sich die Jugendlichen - und einige Junggebliebene - am 30. April 2011 auf den Weg nach Schönheide.

Dort am Einsatzort gab es neben Handschuhen zuerst einmal Kultur: Herr Clauß, der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Forstbetrieb Eibenstock machte uns mit dem Altarbild aus der St. Wolfgangs-Kirche Schneeberg bekannt. In der Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren entstanden, zeigt es einmal Adam und Eva neben einem kahlen Baum als Symbol der Trennung von Gott und zum zweiten Jesus Christus am Kreuz neben einem grünen Baum als Zeichen des Lebens. Aus „Alt“ wird „Neu“ – wie auf Cranachs Bild soll hier im Wald aus einer verwilderten Lichtung langfristig ein neues Waldstück entstehen.

Das gemeinsame Gebet am Beginn, gesprochen vom Jugendbetreuer Mathias Tautenhahn aus der Gemeinde Aue, und die Gedanken des Öffentlichkeitsbeauftragten zu diesem Bild stellten einen schönen Auftakt der Pflanzaktion dar. Es folgten noch ein paar erklärende Worte durch den örtlichen Revierförster Herrn Gerlach und dann ging es an die Arbeit. Die bestand zunächst einmal darin, die zu bepflanzende Fläche vom Reisig zu beräumen. Bei Sonnenschein und leichtem Wind machte die Arbeit so richtig Spaß und bis zum Mittagessen war alles „sauber“. Nun gab es leckere Soljanka - gesponsert vom benachbarten Hotel „Zum Forstmeister“.

Arbeit an frischer Luft macht hungrig und wer aufgegessen hatte, konnte nun beginnen, mittels Kreuzhacke und Spaten Bergahorn zu pflanzen. Schön gerade - nicht zu tief - und fest genug wurden die kleinen Bäumchen in den Boden gebracht. Am Ende der Veranstaltung zeigte sich der Förster sehr zufrieden mit unserer Arbeit und dankbar für die Hilfe. Unser Vorschlag, die bepflanzte Fläche in Patenschaft zu nehmen stieß auf Wohlwollen. Das hieße, ein- bis zweimal im Jahr die Fläche von Unkraut zu befreien. Mal sehen, wie sich das zuständige Forstamt entscheidet...

Text und Bilder: M.T.