400 Liter BLUT

Seit 2002 werden in den Räumlichkeiten der Neuapostolischen Kirche in Aue und Eibenstock einmal jährlich Blutspendeaktionen des Deutschen Roten Kreuzes durchgeführt. Die rund 800 Teilnehmer spendeten dabei bisher ca. 400 Liter Blut.

"Vielen Dank für die angenehme Zusammenarbeit", so die abschließenden Worte der verantwortlichen Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes nach der jüngsten Blutspendeaktion, der 18. seit 2002. Wofür bedankt sie sich? - frage ich mich. Sicher für die (nicht selbstverständliche) Bereitschaft von Jugendlichen zur Mithilfe bei Durchführung, Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung. Oder vielleicht für das leckere Mittagessen (auch dieses Mal wieder zur Verfügung gestellt durch die Großküche unseres Bezirksevangelisten Dietmar Löffler) - eben nicht nur für Spender und Helfer, sondern auch für die Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Vielleicht hat ihr auch die familiäre Atmosphäre und der nette Umgang der Beteiligten untereinander gefallen - wer weiß. Bestimmt sind aber die 42 Spender von heute, darunter ein Erstspender, der Hauptgrund ihrer Dankbarkeit.

Bilder und Text: M. T.

Einer der ersten Blutspender an diesem Samstagvormittag war Heinz Schneider. Mit ihm sprach Dieter Thomaka.

D.T.: Herr Schneider, gerade haben Sie einen halben Liter Blut „verloren“. Wie fühlen Sie sich?

H.S.: Ach, ganz gut. Ich vertrage das Blutspenden ohne Probleme. Deshalb habe ich heute auch schon das 10. Mal Blut gespendet.

D.T.: Also ein kleines Jubiläum? Herzlichen Glückwunsch!

H.S.: Ja, Dankeschön. Ich habe vom Roten Kreuz auch ein Präsent dafür bekommen und bin mit einer Urkunde und einer goldenen Anstecknadel geehrt worden.

D.T.: Warum sind Sie überhaupt Blutspender?

H.S.: Da stehen für mich 3 Argumente im Vordergrund: Erstens, einfacher kann man nicht unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle stehen. Weiterhin fühle ich mich nach einer Blutspende immer frisch und fit. Und dann verstehe ich es auch als ein christliches Gebot der Nächstenliebe, Gutes zu tun.

D.T.: Seit wann spenden Sie denn Blut?

H.S.: Erst seit 2008. In unserer Kirche liegt vor einem Blutspendetermin immer eine Liste aus, da kann man sich für die Teilnahme anmelden. Da hatte ich mich damals – wohl etwas voreilig – eingeschrieben. Als ich dann zu diesem Termin eintraf, war ich schon ziemlich gespannt, was da auf mich zukommt. Doch ich wollte auch nicht kneifen. Es ging aber alles ganz leicht und einfach und der kleine Piks war auch nicht schlimm. Im selben Jahr bin ich dann noch ein zweites Mal zur Blutspende gewesen. Auch 2009 war ich beide Male zur Blutspende in der Neuapostolischen Kirche – in Aue und in Eibenstock. Letztes Jahr habe ich dann einen 10-wöchigen Rhythmus gefunden, den ich nun beibehalten möchte. Ich freue mich schon auf das nächste Mal. Wirklich! Ich habe den 10. Mai schon in meinem Kalender dafür angestrichen.

D.T.: Tut es wirklich nicht weh? Ich stelle mir das schon etwas schmerzhaft vor.

H.S.: Die Schwestern vom Blutspendedienst sind sehr routiniert und man merkt, dass sie Erfahrung haben und ihre Arbeit gern ausführen. Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber bei mir hat es noch keinerlei Probleme gegeben, auch keine „blauen Flecken“. Und der kleine Einstich ist nicht wirklich schlimm…

D.T.: Nun tischt man Ihnen hier Nudeln mit Gulasch auf. Es ist Samstagvormittag, kurz vor 10:00 Uhr und Sie haben schon wieder Hunger?

H.S.: Naja, nach einer Blutspende soll man noch eine halbe Stunde ausruhen und den Blutverlust durch Essen und Trinken wieder ausgleichen. Übrigens ist das Essen hier sehr lecker. Nicht überall gibt es eine solche Mahlzeit und wird man so aufmerksam umsorgt. Das ist aber nicht die Hauptsache. Wichtig ist, dass heute noch viele Spender kommen und der LKW möglichst voll wird.

D.T.: Herzlichen Dank, dass Sie meine Fragen beantwortet haben und „Guten Appetit“!

H.S.: Dankeschön!