Konfirmandenfreizeit 2010 in Eibenstock

Am 5. März 2010 fuhren die Konfirmanden des Bezirkes Aue zu einem gemeinsamen Wochenende nach Eibenstock. Niemand hatte verraten, was alles geplant war. Deshalb waren alle schon sehr gespannt...

Ist die Konfirmandenfreizeit in Planung? Wann fahren wir gemeinsam weg? Wohin fahren wir? Was ist für das Wochenende geplant?... Viele Fragen, aber es wurde nur das Notwendigste im Voraus bekannt gegeben.

Am Freitag, dem 5. März 2010 war es endlich so weit. Acht Konfirmanden aus dem Bezirk Aue trafen sich im Gästehaus "Am Adlerfelsen" in Eibenstock zu ihrer Konfirmandenfreizeit.

Die Freizeit startete am Abend mit dem Besuch der Hallen-Minigolfanlage. Die Überraschung war groß, als sich die Jugendlichen aus der Gemeinde Eibenstock zu uns setzten. Nach der Bildung der gemischten Teams gingen wir zum "Eibenstocker Dreikampf" an den Start. Der Dreikampf besteht aus einer Runde Hallen-Minigolf auf 18 Bahnen, 20 Würfen auf der Kegelbahn und 9 Würfen auf die Dart-Scheibe. Aus allen Wettkämpfen wurde der Gesamtsieger ermittelt.

Am Samstagmorgen begannen wir mit der Vorbereitung des Konfirmandenabschlusses. Jeder Konfirmand erarbeitete eine Präsentation über einen Glaubensartikel. Die Aufgabe bestand darin, ihren Eltern und Freunden das Glaubensbekenntnis mit Blick auf die folgenden Punkte zu erklären: Was sagt das Glaubensbekenntnis aus? Was bedeutet es für uns als Christen? Was leite ich für mich persönlich daraus ab? Die Konfirmanden verknüpften durch die Aufgabenstellung ihr Glaubenserleben, das erworbene Wissen und ihre Glaubensvorstellungen miteinander. Zur Auflockerung wurde in Vorbereitung auf den Sonntag ein kleines musikalisches Programm eingeübt.

Anschließend besuchten wir das nur wenige Meter entfernte Stickereimuseum. Viele Eibenstocker Bürger lebten und leben von der Kunst- und Industriestickerei. Die Stadt erlangte in den vergangenen Jahrhunderten durch dieses Handwerk Weltruhm. Der Besuch war sehr interessant, denn die Mitarbeiterin des Museums, setze die Stickereimaschinen extra für uns in Betrieb.

Nach dem Mittagessen beendeten wir die am Vormittag begonnenen Vorträge.Eine Stunde später hieß es dann: "Raus in den frisch gefallenen Schnee!". Die Pension liegt direkt am Skihang und so hatte jeder die Gelegenheit, Schlitten oder Ski zu fahren. Einige Konfirmanden nutzten auch die Allwetter-Bobbahn, um den Berg hinab zu sausen. Hungrig wurde sich dann am Abend auf das "Grillgut" gestürzt.

Die Abendandacht in Vorbereitung auf den Gottesdienst für die Entschlafenen hatte einen ganz besonderen Tiefgang, denn wir beschäftigten uns intensiv mit dem kommenden Tag und den besonderen Geschehen in der Ewigkeit. Das Bibelwort für den Gottesdienst wurde bereits am Abend bekannt gegeben. Wir machten uns Gedanken, was durch den Heiligen Geist im kommenden Gottesdienst bewegt werden könnte.

Am Sonntag fuhren wir an einem wunderschönen Wintermorgen nach Johanngeorgenstadt. Wir erlebten in der Gemeinde und mit unserem Bezirksevangelisten Dietmar Löffler den Gottesdienst für die Entschlafenen, den wir durch Musik und Gesang mitgestalten konnten.

Im Anschluss an das Mittagessen besuchten wir den originalgetreu wieder aufgebauten und voll funktionsfähigen Pferdegöpel. Der Pferdegöpel ist eine technische Meisterleistung der Ingenieure des Mittelalters. Er diente der Förderung der begehrten Erze und des tauben Gesteins aus dem Berg.

Dann begaben wir uns zur letzten Station unserer Konfirmandenfreizeit, dem Gästehaus am Erzgebirgskamm. Hier erwartete uns bereits Jana vom Outdoor-Team Westerzgebirge. An der Kletterwand in der Turnhalle unterwies sie uns im Sichern, Klettern und Abseilen. Danach konnten wir uns selbstständig, solange die Kräfte reichten, auf der 320 m² großen Kletterfläche erproben und einmal richtig "in die Höhe" gehen.

Den größten Spaß hatten wir in der "Schaumstoffgrube", denn hier konnte sich jeder einmal gefahrlos "fallen lassen".

Der Abschied fiel uns allen schwer, aber es stand bald der nächste Höhepunkt - der Abschluss des Unterrichtsjahres für unsere Konfirmanden - an.

Text und Fotos: M.D.

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